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Die Tretkurbeln sind technisch gesehen mit die unkompliziertesten Bauteile am Fahrrad. Trotzdem gibt es auch hier einige Punkte zu
beachten: Mittlerweile verdrängen sogenannte Vielzahnkurbeln (diese Bezeichnung bezieht sich auf die Befestigungsart am Tretlager!) den klassischen Vierkantkonus. Vorteile sind die saubere Befestigung und das
einfachere Lösen der Kurbeln. Nachteilig sind bisher vor allem die unterschiedlichen Standards und die dadurch entstehenden Kompatibiliätsprobleme für Tretlager und Tretkurbeln. Hat man sich für ein System
entschieden, gilt es die Kurbellänge zu beachten. Bei Kompletträdern sind meist 175 mm lange Tretkurbeln verbaut. Jedoch fahren kleine Menschen besser mit 170 mm, groß gewachsene Menschen besser mit 180 mm langen
Kurbeln. Also schon bei der Neuanschaffung eines Rades prüfen, ob die Kurbellänge individuell geeignet ist und gegebenenfalls den Händler auf kostenlosen Austausch drängen. Es gibt Kurbeln auch noch in anderen
Längen (mit 2,5 mm Abstufung), jedoch spielen diese nur in speziellen Fällen eine Rolle und sind auch nicht leicht verfügbar.
Verschleiß tritt hauptsächlich an den Kettenblättern auf. Dort gibt es verschiedene Größen und Baumuster, die man kennen sollte,
wenn man sich Ersatz besorgt. Für Tretkurbeln mit 5-Arm-Stern sind zwei Lochkreissysteme im Umlauf: Standardkurbeln haben für das kleine Zahnrad einen Lochkreis von 74 mm, für die beiden großen Zahnräder einen
Lochkreis von 110 mm. Sogenannte Kompaktkurbeln weisen einen Lochkreis von 58 mm bzw. respektive 94 mm auf. Auch hier gibt es Exoten, die wir hier vernachlässigen wollen. Tretkurbeln mit 4-Arm-Stern haben zumeist
einen inneren Lochkreis von 64 mm, einen äußeren Lochkreis von 104 mm. Eine nennenswerte Ausnahme bildet die Shimano XTR-Kurbel mit 68 mm bzw. 112 mm. Rennradkurbeln haben einen Lochkreis von 130 mm. Bei
Verwendung eines Dreifachkettenblattes beträgt der innere Lochkreisdruchmesser 74 mm. Es sei hier angemerkt, dass man am besten mit Originalersatz für Kettenblätter fährt, denn zum Teil haben Kettenblätter
anderer Herstelle unterschiedliche Dicken zum Original, sodass man mühsam mit dünnen Spacer-Scheiben zwischen Kettenblatt und Stern experimentieren muss, um einen vernünftigen Schaltkomfort zu erzielen.
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