www.essistant.de
Mittenwald-Reith
Reith-Sterzing
Sterzing-Brixen
Brixen-St. Vigil
St. Vigil-Alleghe
Alleghe-Imer
Imer-Folgaria
Folgaria-Riva
Impressionen
HAC4-Auswertung
Alleghe-Imer

Die Zahlen der heutigen Etappe stuften diese als eine der leichteren ein: 74,30 Kilometer bei 2480 Höhenmeter. Allerdings sahen die drei ins Auge stechenden Anstiege so aus, als wären sie nicht zu unterschätzen.

Am Start einmal mehr das gewohnte Bild: Das Team 363 Ciao.com-Maxx der Herren Kästel und Schmitz stand, na wo? Richtig, wieder ganz hinten. Dass das nichts mit schlechter Leistung zu tun hatte, wissen aufmerksame Leser mittlerweile. Vielmehr war die Ursache das gute Frühstück in Alleghe, bei dem wir uns reichlich bedient hatten. Durch den nächtlichen Diebstahl zahlreicher Räder aus einer Hotelgarage verzögerte sich der Start um 15 Minuten, was den Geschädigten aber leider wenig nützte.

Auf Asphalt ging es schnell bergab in Richtung Forcella San Tomaso. Als “80 kg plus”-Athleten schoben wir uns durch diesen Vorteil wieder in die Mitte des Feldes, wo wir bis zum technisch schwierigen Downhill an der Forcella zunächst auch blieben. Nach einem “menschlichen Bedürfnis” schoben sich aber viele nachfolgende Teams wieder an uns vorbei und blockierten den Downhill derart, dass wir ihn hinunterschieben mussten. Sehr zu unserem Verdruss...
Der asphaltierte Anstieg zum Passo Valles war in der Hitze des Vormittages wieder eine harte Nuss. Er zog sich und zog sich und zog sich... Auf der einspurigen Strecke musste man ständig mit Autoverkehr rechnen. Immerhin durften wir hinab ins Val Venegia wieder mehr als 350 Höhenmeter vernichten und dabei die Bremsscheiben zum Glühen bringen.

Zur Baita Segantini hinauf war laut Road Book “Super Panorama” angesagt. Da wir eigentlich täglich ein solches genossen (denn wir fuhren ja nicht um den Sieg :-), kann ich mich eher an Hitze und jeden einzelnen scharfkantigen Kieselstein erinnern als an die majestätischen Zinnen der Dreitausender ringsum...
Nach San Martino lieferten wir uns wieder einen Wettstreit mit den motorisierten Verkehrsteilnehmern, den wir klar für uns entschieden. Dann hieß es noch einmal ein kleines Stück “drücken”, um bis Imer fast nur noch bergab fahren zu dürfen. Ein kurzer Regenschauer hatte die Wege wieder recht glitschig gemacht, so dass selbst die schmale Asphaltstraße hinab nach Imer nicht ungefährlich war.

In etwas mehr als fünfeinhalb Stunden erreichten wir das Ziel in Imer, was Platz 137 bedeutete. Dort konnten wir uns endlich wieder über eine heiße Dusche freuen. Das Quartier in der örtlichen Schule war nur unweit des Start/Ziel-Geländes, und wir benötigten daher die Bikes nicht mehr als “Transportmittel”. Leider “trennte” sich das Küchenteam in Imer nur ungern von den zubereiteten Nudeln, so dass wir mit knurrenden Mägen ins Bett geschickt worden wären, hätte das Örtchen nicht noch einen kleinen Supermarkt zu bieten gehabt.